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Erdbunker bei Lebmach

Nahe der Ortschaft Lebmach (Gemeinde Liebenfels) sind neben der Straße, die nach Pulst führt, immer noch die Einstiege zu jenen Erdbunkern zu sehen, in die sich die dortige Bevölkerung in den letzten Kriegsmonaten bei Bombenalarm zu flüchten pflegte. In wenigen Jahren wird sich die Natur diese künstlichen Höhlen wieder zurückerobert haben und niemand wird mehr wissen, dass hier einmal primitive Luftschutzbunker waren.

Generationen von Studentinnen und Studenten kennen ihn, den Spar in der Klagenfurter Mozartstraße, vis a vis vom Studentenheim, und haben sich dort nicht nur mit Vorräten für Parties, sondern auch mit kleinen Snacks und Zigaretten eingedeckt. In wenigen Monaten wird das Geschäft leider für immer schließen, da wenige hundert Meter weiter in der Villacher Straße ein Eurospar gebaut wird, der den kleinen Markt laut Kalkulation der Konzern-Rechner überflüssig machen wird. Das mag so sein, dennoch erinnere ich mich mit gewissem Wehmut an all die Leberkäsesemmeln und gekühlten Getränke, die ich hier während der Vorlesungspausen gekauft und gleich verdrückt habe, und auch daran, dass dieser kleine „Supermarkt“ zu den letzten gehörte, die noch ein wenig vom alten Greißlercharme versprühten.

Das Kino „Kammerlichtspiele“ hatte in Klagenfurt eine lange Geschichte. 1942 im Gebäude des Hotels „Schwarzer Adler“ eröffnet wurde die Bevölkerung dort zunächst mit Durchhaltefilmen und Propagandaquatsch belästigt. Von 1945 bis 1955 dienten die Kammerlichtspiele als britisches Militärkino. Nach einer gründlichen Renovierung wurde das Kino am Klagenfurter Kardinalsplatz 1955 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zwischen 1978 und 1980 wurde das Gebäude samt Kino neu gebaut und erhielt seinen zweifelhaften Betonklotzcharme. 2001 surrte der letzte Film durch den Projektor. Bestrebungen, die Kammerlichtspiele als Alternativkino zu führen, scheiterten am Widerstand des Besitzers.

Auf dem Programm: Nichts

Früher nettes Kino, heute Müllkippe

Auch dem Carinthia-Kino ist es nicht besser ergangen. Das Klagenfurter Vorstadtkino in der Ehrerntalerstraße verfällt, seit 20 Jahren ungenutzt, vor sich hin.

Im Aushang findet man noch ein vergilbtes Plakat von „Erik der Wikinger“ (interessant zu sehen, mit welchem Nachdruck der Verleih damals meinte, den Film als Monty Python-Werk verkaufen zu müssen)

Der alte Ausgang:

Nochmals Ring Kino

Fotos geklaut bei www.kinogeschichte.at

Willkommen

„Das vergessene Kärnten“ widmet sich den gerade noch sichtbaren oder auch schon verschwundenen oder gerade verschwindenden Spuren von Kultur und Wirtschaft im südlichen Bundesland. Seitenbetreiber „Lindwurm“ wird selber auf fotografische Spurensuche gehen, lädt aber alle nostalgisch veranlagten Kärntnerinnen und Kärntner ein, ihm Bildmaterial zu schicken. (bernhard.torsch@gmail.com)

Den Anfang macht das „Ring Kino“ in St.Veit an der Glan, das 1999 leider für immer seine Tore schloss und heute ein Bräunungsstudio ist. Die markante Reklametafel existiert aber noch. Ich selber habe dort viele schöne Stunden erlebt, zB mit „Tanz der Teufel“, „The Wall“ oder der „Rocky Horror Picture Show“. Und zuvor war das jenes Kino, in dem ich meine ersten Filme gesehen habe („Das Dschungelbuch“, „Plattfuß am Nil“)

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